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Bewegung bis ins hohe Alter (31.07.2016 15:13:24)

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Bewegung bis ins hohe Alter!

Dass unsere „jungen Wilden“ rasante Spurts, wilde Sprünge und Langstreckenlaufen am Rad genießen, beobachte ich immer wieder. 
Der Australian Terrier springt mit Leichtigkeit aus dem Stand in oder auf eine Höhe von ca. 1,50 m, läuft locker (wenn geübt) 20 km am Rad und Muskelbepackt wartet er nicht lange auf die nächste Gelegenheit, um mit seiner Schnelligkeit, Wendigkeit und Sprungkraft zu überzeugen. 

Das perfekte Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen, Knorpeln und Knochen macht es möglich. Damit der Hund seinen exzellenten Zustand auch mit ins hohe Alter nehmen kann, sollte man als Besitzer ein paar Regeln beachten. 
Wie jeder Hochleistungssportler muss auch der Hund durch ein moderates Training vom Junghund an seinen Körper üben dürfen. Eine mangelnde Förderung oder unverhältnismäßige Schonung ist dabei genau so schädlich wie eine Überbeanspruchung oder Übertreibung – und zwar durch das ganze Hundeleben lang. 

Durch die richtige und altersgemäße Wahl des Futters und einen schlank gehaltenen Hund sorgt man als Besitzer für einen leistungsfähigen Begleiter. Vor Übungen oder auch vor dem Toben sollte man auch mit einem Hund ein Aufwärmtraining durchführen. Durch das Aufwärmen werden das Herz-Kreislauf-System, die Durchblutung und die Nährstoffversorgung von Nerven, Muskeln und Knorpeln so verbessert, dass das Verletzungsrisiko wesentlich sinkt. Inzwischen werde auch Seminare angeboten, die uns lehren können, wie wir mit unseren Hochleistungssportlern das wichtige Aufwärmen richtig betreiben. 

Beim Hund wird, wenn Leistung abgefragt wird, der Magen-Darmtrakt auf „Sparflamme“ gestellt, damit keine unnötige Energie mit Nebensächlichkeiten“ vergeudet wird. Daher sollte man den Hund vor und während Spaziergängen oder dem Hundesport immer gut tränken, aber nicht mit großen Portionen füttern. 

Wird der Hund älter und seine Besitzer evtl. bequemer, weil der Hund die Bewegung nicht mehr so einfordert, sollte man darauf achten, dass er nicht nach und nach sein Muskelgewebe abbaut. Je älter der Hund wird, umso wichtiger werden die Muskeln, um den Bewegungsapparat zu stützen und zu stabilisieren. Es ist schwierig, einem älteren/alten Hund (ca ab 10 Jahre) Muskeln wieder anzutrainieren. Vielen Alterswehwechen kann vorgebeugt werden, indem man die Ernährung anpasst und für die notwendige Bewegung sorgt, die nun eher auf Ausdauer als auf Schnelligkeit ausgerichtet sein sollte. 
Dabei bringen langsame Bewegungen mehr als schnelle; in einer schnellen Gangart kann ein Hund sehr energiesparend laufen und fördert so nicht seinen Bewegungsapparat in der gewünschten weise. Gleichgewichtsübungen, langsames Laufen aufwärts und gezielte Übungen, um die Beweglichkeit zu erhalten machen auch Spaß und nutzen viel. 

Die gesunde Mischung macht es! Jeden Tag eine kleine Herausforderung für Geist und Körper sorgen für Abwechslung und den guten Zustand unserer treuesten Freunde. 

Tina Brass

Lesnoy's Danilo, 11 Jahre alt
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Grannen - die Gefahr aus dem Gras (31.07.2016 15:09:56)

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Grannen und Spelzen 


Eine Granne ist ein Teil eines Samenkorns einer wilden oder kultivierten Ähre, bevorzugt an Rändern von Kornfeldern oder Wiesen zu finden. Das Samenkorn ist noch ummantelt und mit der Spelze versehen, die einen schuppigen oder borstigen Aufbau hat. 
Streift unser Hund durch die Wiesen und Wegesränder, bleiben leicht Teile der Samenkörner mit der Granne an seinem Fell hängen. Normaler Weise kann man sie relativ gut sehen, da sie, wenn sie getrocknet und größer sind, hellblond aus dem Fell heraus leuchten. 
Hat sich der Hund aber eine Weile mit der Granne fortbewegt, arbeitet sich die Granne durch ihre Beschaffenheit in Richtung Haut vor. Sie fällt nicht von alleine ab, sondern zieht sich mit ihren Widerhaken durch das Fell und kann sogar die Haut durchdringen.
Oft betroffene Körperstellen sind die Pfoten, an denen der Hund später leckt und der Besitzer vergebens nachschaut, was dort nicht in Ordnung sein könnte. Auch Schwellungen ohne Anlass könnten durch eine Granne verursacht werden. Zu sehen ist von außen nichts, da sich die Haut hinter der Granne wieder schließt. 
Besonders unangenehm sind Grannen, wenn sie sich in den Ohren vorarbeiten. Der Hund kratzt, schlackert mit dem Kopf, aber der Besitzer sieht oder riecht keine Anzeichen für eine Ohrenentzündung und denkt, es wäre ein Tick vom Hund oder dessen stachelige Ohrhaare jucken ihn. Verbleibt die Granne im Ohr, kann sie auch dort wandern, Entzündungen hervorrufen und das Trommelfell schädigen. 
Auch durch die Augen kann eine Granne eindringen und schwere eitrige Entzündungen hervorrufen. Die scharfen Kanten und Widerhaken der Granne können dem Auge schweren Schaden zufügen. 
Selbst vor der Nase machen Grannen nicht halt, da es sie in vielen unterschiedlichen Größen gibt. So gelangen sie beim Schnüffeln in die Nase, wandern auch dort und bohren sich ihren Weg, evtl. bis in die Lunge oder weiter. 
Grannen wurden schon an den unmöglichsten Stellen aus Hunden herausoperiert. Oft handelte es sich um Monate alte Entzündungen, bei denen operativ der Grund gefunden werden sollte. So wurden Grannen hinter dem Augapfel, in der Lunge, im Rachenraum, im Bauchraum und an allen denkbaren Stellen gefunden. Leider können Grannen nicht durch Röntgenbilder entdeckt werden!
Es empfiehlt sich, seinen Hund nach jedem Spaziergang gut abzusuchen. Die Pfotenzwischenräume, Gesichtsfeld, Ohren und Rute sollten besonders kontrolliert werden. Das Fell kann mit einem Kamm durchsucht werden. 
Es ist ein kleiner Aufwand, der vielleicht einer längeren, anfangs unbemerkten Entzündung und Erkrankung vorbeugt. Findet man verspätet Grannen, die sich schon festgesetzt haben, ist der Weg zum Tierarzt angebracht, damit sie rückstandslos entfernt werden kann.

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Eine Bekannte erzählte mir, dass ihr Hund erst durch Husten und dann Husten und Würgen auffiel. Sie konnte im Rachenraum etwas fühlen, aber nicht genau sehen was es war und es greifen schon gar nicht. Also war der Gang zum TA angesagt. Dort musste der Hund in Narkose gelegt werden und per Endoskop wurde festgestellt, dass er im hinteren Rachenbereich eine Granne hatte, die schon einiges an Gewebe aufgerissen hatte. Der Rachenraum sowie die Mandeln waren beschädigt. 
Immer wieder höre ich von Fällen, bei denen eine Granne ins Gewebe wanderte und dort schwere Entzündungen hervorrief. Ein RR einer Bekannten hier hatte dadurch einen schweren Abszess im Kopfbereich, der dann operativ ausgeräumt werden musste. 
Ein Teufelszeug! 
 
Farbverdünnung oder das Dilute - Gen beim Australian Terrier (31.07.2016 14:52:00)


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